Häufig gestellte Fragen

Allgemeines

Was ist eine Synode?

Das Wort Synode kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „gemeinsames Gehen“. Unter dem Begriff im engeren Sinn werden Versammlungen und Treffen, insbesondere der Bischöfe und des Papstes, verstanden, um über konkrete Fragestellungen zu beraten. Synodalität bedeutet demnach: Wir hören aufeinander und gemeinsam darauf, was der Heilige Geist uns sagen möchte. Synodalität meint hingegen nicht, seine vorgefertigte Meinung durchsetzen zu wollen.

Was möchte Papst Franziskus mit dem „synodalen Prozess“ erreichen?

Das Vorhaben des Papstes wird in den Vorbereitungsdokumenten zur Synode näher erläutert und als einen Weg des „gemeinsamen Gehens“ beschrieben. Dieses gemeinsame Gehen erfordert ein aktives, aufrichtiges Zuhören aufeinander, weil wir alle dazulernen können; ein Hören auf den Heiligen Geist, indem Gott Raum gegeben wird und die Gnade Gottes uns überraschen darf. Und es erfordert eine Einübung in die Unterscheidung der Geister. Da dies alles nicht von heute auf morgen wächst, spricht der Papst von einem Synodalen Prozess.

Was bedeutet Synodaler Prozess?

Der Synodale Prozess ist kein einmaliges Event, sondern ein kontinuierlicher Weg, den die Kirche durchläuft und der das gesamte Volk Gottes betrifft. Es geht darum, zusammen über den zurückgelegten Weg nachzudenken und aus den Erfahrungen zu lernen, welche Prozesse der Kirche helfen können, die Gemeinschaft zu leben, die Teilhabe aller umzusetzen und sich der Sendung zu öffnen. Synodaler Prozess meint demnach, frei von Ideologien oder durchzusetzenden Positionen zu sein, sich füreinander Zeit zu nehmen und sich nicht durch Selbstgenügsamkeit von anderen zu trennen. Unsere Videos erzählen noch etwas mehr darüber.

Wie läuft der Synodale Prozess weltkirchlich ab?

Die Synode beginnt im Oktober 2021 mit den kleinsten Einheiten, in Pfarren, Haushalten, Gruppen und Treffen in jeder Diözese weltweit.
Von der ersten, teilkirchlichen Ebene steigt der Prozess über die Bischofskonferenz und Kontinentalversammlung bis hin zur Weltbischofssynode auf, die im Oktober 2023 tagen wird. Die internationale Website lautet synod.va.

Was ist das sog. Vorbereitungsdokument? Wozu gibt es das?

Das Vorbereitungsdokument Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung bietet die theologische Grundlage für den synodalen Prozess und beschreibt den Ablauf von den Diözesen bis hin zur Weltbischofssynode im Oktober 2023. Zusätzlich zum Vorbereitungsdokument bietet das Vademecum eine Hilfe für die konkrete Umsetzung in den einzelnen Diözesen. Zum ersten Einstieg hilft Ihnen vielleicht auch unsere Zusammenfassung.

Was ist ein Vademecum?

Das Vademecum ist ein offizielles Handbuch. Es ergänzt und konkretisiert das allgemeine Vorbereitungsdokument vor allem in Hinblick auf die diözesane Verwirklichung und ist als praktischer Leitfaden zu verstehen. Auch hier stellen wir Ihnen eine kurze Übersicht zur Verfügung.

Diözesane Umsetzung

Was sind die Grundsäulen des Synodalen Prozesses?

Dieser Synodale Prozess gründet auf den drei Säulen: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung.
Unter Gemeinschaft gilt es nachzudenken, wer wir als Christen sind und welche Bedeutung christliche Gemeinschaft hat.

Die Teilhabe betrifft die Verbindung zu Christus durch die Taufe, durch die man Anteil an dem priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi erhält.

Mit Sendung tritt man in den Bereich der Verantwortung für die gesamte Menschheitsfamilie, denn Christen sind aufgerufen, Zeugnis von der Liebe Gottes zu geben, die Welt gerechter zu machen und das Kommen des Reiches Gottes zu verkünden.

Wie wird die Diözese St. Pölten den Synodalen Prozess verwirklichen?

In der Diözese St. Pölten werden die vorgegebenen Themen Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung im Kirchenjahr umgesetzt:

  1. Die Phase der Gemeinschaft dauert bis Weihnachten,

  2. die Phase der Teilhabe bis Ostern und

  3. die Phase der Sendung in der Osterzeit bis zum Herz-Jesu-Fest.

In jeder Phase gibt es unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und Möglichkeiten, sich rege zu beteiligen. Um zu aktuellen Materialien zu gelangen, klicken Sie hier.

Wer gehört zum diözesanen Synodalteam?

In der Diözese St. Pölten besteht das Synodalteam aus Generalvikar Christoph Weiss und Ressortleiterin Ursula Hirsch, das durch Ruth Brozek und Andreas Steinmetz sekretariell unterstützt wird. Email

Die Ressortleiterinnen und -leiter bilden die Partizipationsgruppe, die dafür Sorge trägt, dass alle mitmachen können, die sich beteiligen möchten:

  • Markus Mucha: Ressort Pfarren & Regionen Email

  • Axel Isenbart: Ressort Seelsorge in Lebenswelten Email

  • Ursula Hirsch: Ressort Evangelisierung. Kinder. Jugend. Familien Email

  • Gerald Danner: Ressort Kath. Erwachsenenbildung Email

  • Benedikt Michal: Ressort Schule Email

  • Brigitta Schnaubelt: Ressort Hochschule & Universität Email

  • Barbara Taubinger: Ressort Kunst und Kultur Email

Diözesane Umsetzung: Phase der Gemeinschaft

Mit wem soll/kann ich über Gemeinschaft reden?

Ein gemeinsamer Austausch bereichert, da jeder seine Erfahrungen gemacht hat.  Selbstgenügsamkeit trennt voneinander. Von Jesus selbst wissen wir, dass wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, er dabei ist. Für jeden von uns bieten sich andere Möglichkeiten: Bei Gebetskreisen oder im Pfarrgemeinderat, in der Familie, mit Arbeitskolleginnen und -kollegen. Auch bei Besuchen lohnt es sich über den Wert von Gemeinschaft zu reden und Gemeinschaft erfahrbar zu machen. 

Einen kurzen Impuls sowie einige Fragen können Sie hier herunterladen.

Was soll ich bezüglich Gemeinschaft mit anderen sprechen?

Bei der ersten Phase des synodalen Prozesses können wir unsere persönlichen Erfahrungen austauschen. Wir können einander erzählen, wo Gott in meinem Leben gewirkt hat? Wie wurde ich berührt? Dieses wird auch andere Menschen inspirieren von ihren Erlebnissen zu erzählen.

Man kann ebenso die Erfahrungen von Gemeinschaften reflektieren: Wo erlebe ich Gemeinschaft, insbesondere christliche Gemeinschaft? Was macht überhaupt christliche Gemeinschaft aus? Was beeinflusst Gemeinschaft negativ?  Was kann ICH konkret dafür tun?

Gerne können Sie sich von den Video-Impulsen inspirieren lassen.

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