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  • Diözese St. Pölten

Beziehung - Service gefällig?

Erstellt von Mag. Stefan Pruckner, Referent Familie – Ehe – Beziehung

und editiert von Mag. Andreas Steinmetz, MA


Gemeinschaft gibt es am Arbeitsplatz, in der Familie, im Freundeskreis und vieles mehr. Eine besondere Form der Gemeinschaft ist die partnerschaftliche Beziehung zwischen Mann und Frau. Wie jede Beziehung braucht diese Achtsamkeit und Pflege. Warum ist es wichtig, Beziehungen zu pflegen, und weshalb wird in vielen Beziehungen nicht darauf geachtet?


Ein Alltagsbeispiel für Pflegeaufwand


Man kauft ein Auto. Monatlich wird der Wagen gewaschen und geputzt, zumindest einmal im Jahr gibt es einen Service, das Auto soll ja halten und nicht vorzeitig kaputtgehen. Das ist doch alles ganz normal, oder?


Wann haben Sie sich für Ihren Partner bzw. Ihrer Partnerin Zeit genommen?

Wie schaut es denn in vielen Beziehungen und Partnerschaften aus?

Wann habe Sie das letzte Mal Ihren Partner „serviciert“, sich für Ihren Partner/Ihrer Partnerin Zeit genommen, die Partnerschaft gepflegt oder einfach einander etwas Gutes getan?


Die klassische Beziehung startet sehr intensiv, es brennt die Liebe und die Partner verbringen viel Zeit miteinander. Mit der Zeit und den Jahren ändert sich das: Kinder, berufliche Erfolge und andere Interessen. Mann und Frau leben in einer Ehe, gemeinsam in einer Wohnung oder einem Haus, Kinder, Haustiere – alles da - aber lebt diese ursprüngliche Beziehung noch immer?


Meistens sind es Kleinigkeiten, die das berühmte „Fass“ zum Überlaufen bringen. Dann ist es sehr oft schon zu spät.


In meinem Alter von über 50 Jahren werden die Scheidungen im Freundschafts- und Bekanntenkreis immer mehr. Ich habe sehr oft bei den Betroffenen nach den Gründen der Scheidung gefragt und die Antwort war meistens: „Wir haben uns auseinandergelebt“. Oder die Beziehung zu wenig gepflegt? Bei weiteren Gesprächen haben dann vorwiegend die Damen gemeint: „es war die fehlende Wertschätzung“. „Ich habe immer alles im Haushalt gemacht, das war immer selbstverständlich…“.

Was kann ich Gutes für Dich tun?


Neben der mangelnden Wertschätzung ist die Kommunikation ein großes Problem in Beziehungen jeglicher Art. Wir Menschen, egal ob weiblich oder männlich, sind zum Glück sehr unterschiedlich! Daher kommunizieren wir alle anders und dadurch entstehen viele Probleme und Konflikte. Reden ist wichtig, aber hin und wieder ist das bekannte Sprichwort „Reden ist Silber …“ auch nicht schlecht und kann Spannungen vermeiden. Es gibt aber für die perfekte Kommunikation in der Ehe keine Anleitung! Jedes Paar muss das für sich selbst erkennen. Tatsache ist, dass 80 Prozent aller Scheidungen aufgrund von mangelnder Wertschätzung und fehlerhafter Kommunikation zustande kommen. Da gibt es Potenzial – falls Mann/Frau die Beziehung aktiv pflegt und rechtzeitig „wertschätzt“ und „kommuniziert“. Aber Theorie und Praxis sind halt meilenweit entfernt.


Den anderen zu fragen, was er gerne hätte und er sich wünscht, kann die Kommunikation neu entfachen. Stellen Sie ruhig einmal diese Frage

Was kann ich Gutes für Dich tun?

Um gemeinsam die Partnerschaft zu reflektieren, finden Sie hier einen Leitfaden:



Veranstaltungstipp 2022:

Gottesdienst für Liebende mit Mag. Petrus Pilsinger OSB im Stift Seitenstetten

So., 13.02.2022, 9.30 Uhr, Anmeldung: erforderlich bis 10.2.2022

Beitrag: (für das Buffet) € 14,- pro Person


Eingeladen sind alle Paare, junge und alte, ganz gleich, wie lange sie schon zusammen sind, alle Paare, die Freude und Dankbarkeit über ihre Partnerschaft verspüren und die das Geschenk der Liebe feiern möchten. Mit anschließendem Mittagsbuffet.




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